Artikel Rhein-Neckar-Zeitung
Artikel RNZ vom 22.09.2011
Jetzt schaltet sich der Landrat in den “Krähenstreit” ein
Edingen-Neckarhausen. (nip) Im sogenannten “Krähenstreit” sind nun wieder Gespräche zwischen den Betroffenen möglich: Am Montagnachmittag kam Landrat Stefan Dallinger zum Vor-Ort-Termin nach Edingen-Neckarhausen, um sich selbst ein Bild von jener Problematik zu machen, die seit Anfang Juli mittlerweile auch bundesweit in den Schlagzeilen ist.
Wie berichtet, kämpft der Obstbaubetrieb Hauck um seine Existenz, weil ihm seit zwei Jahren ein immens gewachsener Krähenschwarm die Apfelernte vernichtet. Die Rabenvögel vermehrten sich explosionsartig, nachdem auf der benachbarten Müllumladestation eine laute Betonschredder-Anlage abgebaut worden war. Der Entsorgungsbetrieb lagerte und verlud seitdem nicht gefährliche Abfallstoffe: Die Vögel stürzten sich auf Verpackungsmüll, trugen ihn in die benachbarten Plantagen und hackten dort durstig die Äpfel an. Den Schaden beziffert Obstbauer Jörg Dittrich auf rund 160 000 Euro.
Das Sondierungsgespräch mit dem Landrat macht Dittrich und seiner Frau Isabelle Hauck wieder Hoffnung, eine für das traditionsreiche Familienunternehmen akzeptable und finanzierbare Lösung zu finden. “Wir haben unsere Probleme geschildert und gemeinsam Lösungsvorschläge gesucht”, erklärt Dittrich auf RNZ-Anfrage.
Beide Betriebe im Gewann “Die Milben”, sind zertifiziert. Allerdings droht Hauck der Entzug des Qualitätssiegels für integrierten Anbau und somit der Verlust von wichtigen Kunden. Der Kontrolleur machte kürzlich klar, dass er das Siegel entziehen muss, wenn der offene Umschlag von Müll in unmittelbarer Nähe und der intensive Geruch von der Umladestation her nicht unterbleiben. Dittrich wäre es am liebsten, wenn die Nachbarn ihren Betrieb mit einer Halle einhausen würden. Die Frage ist, ob Sita Suez diese Investition angesichts des noch acht Jahre laufenden Pachtvertrages mit der Kommune für wirtschaftlich vertretbar hält.
Allerdings könnte die bereits verärgerte Gemeinde den Pachtvertrag wohl leichter verlängern, wenn Sita Deutschland aus seiner kleinen Station einen Vorzeigebetrieb mit Halle macht. “Es geht darum, die Anzugsquelle für die Vögel zu beseitigen”, meint Dittrich. Im Gespräch sind auch Kombilösungen mit Netzen und dem Einsatz von Raubvögeln. Letzteres macht nur Sinn, wenn sich die Krähen nicht mehr auf offene Abfälle niederlassen können.
Auf Anfrage erklärte Kreissprecher Berno Müller, das Gespräch zwischen Landrat und Obstbauer sei “sehr gut” verlaufen. Sicher gebe es dort zwei Betriebe mit unterschiedlichen Interessen, doch gehe es nun darum, eine Kommunikationsebene zu finden. Der Landrat, sagte Müller, sei gestern auch bei Sita Suez zur Besichtigung gewesen. “Es ist gedacht, beide Seiten zum Gespräch ins Landratsamt einzuladen”, sagte Müller.
Der Artikel erschien am 22.09.2011
Artikel Mannheimer Morgen
Artikel im MM vom 21.09.2011
Edingen-Neckarhausen
Runder Tisch zum Krähen-Problem?
“Das Gespräch ist auf einem normalen Niveau angekommen.” Jörg Dittrich, mit seiner Frau Isabelle Hauck Besitzer von Obstbau Hauck, sieht gute Chancen, das Krähen-Problem zu lösen, das ihn bereits viel Geld gekostet hat. Als sehr positiv bewertet er den Besuch von Landrat Stefan Dallinger am Montag. “Er ist ein kompetenter Gesprächspartner in landwirtschaftlichen Fragen”, erklärte Dittrich gegenüber dem “MM”. “Auch der Landrat meint, dass hier zwei Betriebe nebeneinander arbeiten, die schwer unter einen Hut zu bringen sind, solange beide so wirtschaften wie bisher.” Wichtig wäre es zum Schutz der Apfelplantage, wenn Sita-Suez den Abfall Einhausen würde, sagte Dittrich. Doch diese große Investition sei für die Firma schwierig, da der Pachtvertrag nur noch eine Laufzeit von acht Jahren habe. Deswegen müsse man die Gemeinde mit ins Boot holen, um die Möglichkeit einer vorzeitigen Verlängerung unter der Bedingung zu prüfen, dass die Firma die Abfälle einhaust. Auch Sita-Suez zeige nun Verhandlungsbereitschaft, und es werde zu Gesprächen kommen. Jörg Dittrich sieht die Angelegenheit auf einem guten Weg und hofft, dass es bald einen Runden Tisch mit allen Beteiligten gibt. kba
Mannheimer Morgen
21. September 2011
Die Genehmigungsbehörde und Sita Suez kommen auf Obstbau Hauck zu
Diese Woche sind Herr Landrat Dallinger sowie der Geschäftsführer der Sita Süddeutschland Herr Ephan bei Obstbau Hauck zu Sondierungsgesprächen zu Gast gewesen. Damit ist ein erster Anfang für eine gemeinsame Problemlösung erfolgt. Nun sollen gemeinsame Gespräche mit allen Beteiligten unter Einbeziehung des Landwirtschaftsamtes erfolgen.
Alle Beteiligten sind an einer einvernehmlichen Lösung interessiert, die nun in Zusammenarbeit erfolgen soll. Wir halten sie weiter über die Entwicklung auf dem Laufenden.
QS-Zertifizierung
Qualitätssicherung Baden-Württemberg bescheinigt vorbildliche Betriebsführung
Obstbau Hauck erfüllt bei Betriebsprüfung 100% aller Vorgaben
Zum Erhalt der QS-Zertifizierung durch die Qualitätssicherungs GmbH Baden-Württemberg müssen 75% der Anforderungen erfüllt werden.
Streng unserer Devise, ” Gut ist nicht gut genug” wurde unser Bestreben immer die besten Resultate zu erzielen mit 100% der möglichen Bewertung honoriert.
Trotz Krähen und anderen Widrigkeiten, haben wir damit unter Beweis gestellt, dass unsere Kunden ausschließlich hochwertige Qualität erhalten, die unter dem höchsten Hygienestandard und ökologisch verträglich produziert wurden.
Wir möchten uns hier auch bei unseren Kunden für Ihr Vertrauen und Ihre Treue bedanken.
Ihre Familie Hauck






