Wie bekomme Ich meine Mai­sche gebrannt und was kos­tet es?

Pri­vate Stoff­be­sit­zer kön­nen ihre Mai­sche bei uns anlie­fern. Diese wird zum nächs­ten mög­li­chen Brenn­ter­min von uns beim Haupt­zoll­amt Stutt­gart zum Bren­nen ange­mel­det. Bei der Anlie­fe­rung wird die Menge und Art der Mai­sche erfasst, das Anmel­de­for­mu­lar für die Brenn­ge­neh­mi­gung und der Ver­trag zwi­schen Bren­ne­rei und Stoff­be­sit­zer ausgefüllt.

Die maxi­male Menge für einen Abtrieb (Brenn­vor­gang) ist begrenzt durch die Größe der Brenn­blase und beträgt 120 l. Die Brenn­dauer für diese Menge liegt je nach Art der Mai­sche bei 2 bis 2,5 Stunden.

Auch klei­nere Ein­hei­ten sind mög­lich. Das beste Preis Leis­tungs­ver­hält­nis erhält der Stoff­be­sit­zer, wenn bei den vor­ge­ge­ben Zeit­ein­hei­ten die Brenn­blase jeweils mit dem Maxi­mum der ange­ge­be­nen Stoff­menge befüllt wird.

  • Bis 60 l Maische.….…..1 Brennstunde
  • Bis 90 l Maische.….…..1,5 Brennstunden
  • Bis 120 l Maische.….…..2 Brennstunden

Wir emp­feh­len im Inter­esse unse­rer Kun­den die ange­ge­be­nen Men­gen auszunutzen.

Als Brenn­lohn wird ein Betrag von 22.- € (inkl. MwSt) pro Brenn­stunde, sowie der ange­fal­lene Vor– und Nach­lauf berechnet.

Die Brannt­wein­steuer ist direkt an den Zoll zu über­wei­sen, den Zah­lungs­be­leg bekommt der Stoff­be­sit­zer von der Bren­ne­rei ausgehändigt.

Wich­tige Zusatz­in­for­ma­tio­nen für inter­es­sierte Brenn­kun­den

Nur aus einem guten Roh­stoff kann auch ein guter Schnaps gebrannt wer­den. Je sorg­fäl­ti­ger der Stoff­be­sit­zer dar­auf ach­tet, dass beim Ein­mai­schen kein fau­les Obst mit ver­ar­bei­tet wird, umso bes­ser wird die Qua­li­tät der Mai­sche sein. Zur Ver­mei­dung von Fehl­gäh­run­gen emp­feh­len wir die Zugabe von Rein­zucht­hefe “Sac­cha­ro­my­ces cerevisiae”.

Je nach Kun­den­wunsch besteht die Mög­lich­keit des Bren­nens nach unter­schied­li­chen Qua­li­täts­kri­te­rien. Durch die begrenzte Brenn­dauer ent­schei­det die Art der Durch­füh­rung wel­che Qua­li­tät bzw. Aus­beute (Menge) erzielt wird.

Bei einer hohen und lan­gen Durch­lauf­rate erzielt der Stoff­be­sit­zer eine grö­ßere Aus­beute. Durch die höhere Destil­la­ti­ons­tem­pe­ra­tur gelan­gen jedoch deut­lich mehr Fusel­öle, Gerb­stoffe u.a. in das Destil­lat, was zu einer gerin­ge­ren Qua­li­tät führt.

Ein lang­sa­mer Durch­lauf führt zu einer rei­ne­ren Kon­zen­trie­rung des Alko­hols in der Destil­la­ti­ons­ap­pa­ra­tur. Durch die nie­dere Tem­pe­ra­tur blei­ben mehr Aro­ma­stoffe erhal­ten und die Fusel­öle, Gerb­stoffe und andere Stoffe ver­blei­ben in der soge­nann­ten Schlempe in der Brenn­blase. Dadurch sinkt die Aus­beute, die Qua­li­tät hin­ge­gen ver­bes­sert sich deutlich.

Der Stoff­be­sit­zer sollte bei Anlie­fe­rung der Mai­sche bereits Anga­ben zu sei­nen Vor­stel­lun­gen machen können.

Bei beson­ders hoch­wer­ti­ger Mai­sche besteht die Mög­lich­keit,  die Brenn­dauer um 30 Minu­ten zu ver­län­gern, um die Aus­beute zu erhö­hen. Dies geschieht nur auf aus­drück­li­chen Wunsch des Brenn­kun­den in Abspra­che mit dem Brennverantwortlichen.

Viel Erfolg und gutes Gelin­gen für den Ansatz Ihrer Maische.

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